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Totale Sonnenfinsternisse sind für einen bestimmten Beobachtungsort aeusserst seltene Ereignisse, da sie nur auf einem max. 200 km breiten Streifen sichtbar sind. So kann es oft mehrere Jahrhunderte dauern, bis sich über ein Gebiet eine solche Finsternis wiederholt. Die nächsten beiden totalen Sonnenfinsternisse über Deutschland sind  am 3. September 2081 über dem Gebiet des Bodensees und bald darauf am 7. Oktober 2135 über Norddeutschland. 
Weltweit gesehen sind es gar nicht so seltene Ereignisse. Jaehrlich finden mindestens zwei und bis zu fuenf Sonnenfinsternisse statt.

 

subvision eclipse schedule area

subvision eclipse pic gallery

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  Eclipse
SUN
Eclipse Moon visible from: Total.
Duration
11 Aug 1999     England - France - Germany - Rumania ~ Pictures 1999 143 s
31 Jul 2000 partial   North Asia + NW America -
25 Dec 2000 partial   North + Central America -
09 Jan 2001   Lunar Eclipse   62 min
21 Jun 2001 TOTAL   Angola - Zimbabwe - Madagaskar 4m57s
04 Dec 2002 TOTAL   Angola - Suedafrika - Australia ~  
31 May 2003 annular   Iceland [ring of fire] , Europe [partial] - eclipse live-2003 3m37s
9-10 Nov 2003   Lunar Eclipse Americas, Europe & Africa  
08 Apr 2005 TOTAL   Panama  
03 Oct 2005 RING   Spain  
29 Mar 2006 TOTAL   Togo ~ Gabun - Turkey / EUROPE (east med.sea)  
22 Jul 2009  TOTAL   Indien - Nepal - China  
         

 

Linx

http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/eclipse.html

http://www.mreclipse.com/MrEclipse.html

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tools

 

Versuche nicht, die Sonne während der partiellen Phase mit dem bloßen Auge oder mit optischen Hilfsmitteln ohne ausreichenden Schutz direkt zu beobachten! Selbst wenn die Sonnenscheibe zu mehr als 99% vom Mond verdeckt ist, darf die winzige schmale Sichel nicht ohne Augenschutz angesehen werden. Die durch die fortschreitende Dunkelheit weit geöffneten Pupillen lassen sehr viel mehr Licht an die Netzhaut, so daß es noch immer zu Verbrennungen kommen kann. Auch ein noch so kurzer Blick durch ein Fernglas kann das Augenlicht bis zur Erblindung schädigen! Schädigungen werden in ihrer Entstehung nicht bemerkt, da die Netzhaut schmerzunempfindlich ist.

Nach der Sonnenfinsternis vom 7. März 1970 hatten allein in den USA 145 Menschen ihr Augenlicht aufgrund zu geringen Augenschutzes vollständig oder weitgehend verloren.
Noch 1954 litten allein in West-Berlin nach einer partiellen Sonnenfinsternis 57 Personen unter schweren Augenschäden. Von der Sonnenfinsternis von 1912 sind sogar 3.000 Fälle von Augenveränderungen bekannt.

Auch aluminiumbedampfte Mylarfolien können zur Lichtdämpfung genutzt werden. Solche sind z.B. die AstroSolar-Filterfolie der Firma Baader Planetarium (Zur Sternwarte, 82291 Mammendorf, Tel.: 08145-8802, Folie DIN A4 ca. DM 19,-) oder die preisgünstige Rettungsfolie, die in jedem Erste Hilfe Kasten im Auto vorhanden sein sollte. Die qualitativ minderwertige Rettungsfolie muß jedoch 2- oder 3-lagig benutzt werden, um eine sichere Beobachtung zu gewährleisten.
Ein sehr sicheres Beobachtungsverfahren ist das 'Camera-obscura-Verfahren'. Dabei wird das intensive Sonnenlicht durch eine Lochblende (Pappkarton mit einem kleinen Loch) abgeschwächt und auf einen Schirm projiziert. Auf dem Projektionsschirm ist das seitenverkehrte Abbild der Sonnensichel zu erkennen, das mehrere Personen gleichzeitig gefahrlos beobachten können.
Versuche nicht einen improvisierten Augenschutz aus rußgeschwärzten Glasscheiben, belichteten Negativstreifen, Magnetscheiben von Disketten, CD's o.ä. zu basteln. Diese mögen zwar die sichtbare Sonnenstrahlung vermindern, lassen jedoch häufig intensive UV- (UltraViolett) oder IR- (InfraRot) Strahlung hindurch, die dein Auge weiterhin schädigen, ohne daß es vorerst bemerkt werden kann.
Versuche auch nicht mit einer Finsternisbrille durch ein Fernglas, Teleskop oder anderes lichtverstärkendes optisches Hilfsmittel zu sehen. Diese Geräte verstärken die Sonnenstrahlung stark, so daß die Schutzfunktion der Brille nicht mehr gewährleistet werden kann.
Ein sicherer Filter sollte im sichtbaren Bereich des Sonnenspektrums (380-780 nm) nur maximal 1/10.000 des Sonnenlichtes durchlassen. Dies entspricht der Filterdichte 5. Im InfraRot-Bereich (780 - 1.400 nm) sollte die Transmission bei maximal 1/200 liegen (Filterdichte 2,3).
Erst wenn die Sonne vollständig vom Mond bedeckt ist, wenn also die totale Verfinsterung der Sonne eingetreten ist, das letzte direkte Sonnenlicht (Perlschnurphänomen) verschwunden ist und die Chromosphäre und die Korona erscheint, kann gefahrlos ohne Sonnenfilter und Augenschutz auch mit optischen Hilfsmitteln (Fernglas, Teleskop) beobachtet werden, da die Korona nur Vollmondhelligkeit erreicht. Als bestes Beobachtungsinstrument einer totalen Sonnenfinsternis hat sich das Fernglas erwiesen, da man hiermit alle auffallenden Effekte an der verdunkelten Sonne relativ gut beobachten kann (Chromosphäre, Protuberanzen, Korona, von der Erde beleuchtete Mondfläche).
Beende die Beobachtung der Sonnenkorona rechtzeitig vor dem Ende der totalen Verfinsterung, damit du nicht vom plötzlich wiederauftauchenden Sonnenlicht überrascht wirst.

  Vor kurzem war ich bei einer Vorlesung in der Fachhochschule Brandenburg zum Thema Sonnenfinsternis '99. Der vorlesende Professor hat hierbei auch Schweisserbrillen als geeignete Filter bezeichnet, jedoch von improvisierten Filtern, wie belichteten Negativstreifen, Disketten, CD's oder gar rußgeschwärzten Gläsern abgeraten. Die absolute Sicherheit von Schweisserbrillen kann jedoch nicht garantiert werden, da es sehr wichtig ist, daß ein Sonnenfilter nicht nur die sichtbaren Spektralbereiche des Sonnenlichtes, sondern auch die gefährlichen UV- (ultraviolett) und IR- (infrarot) Bereiche filtert. Viele selbstgebastelte Filter wirken gerade in diesen Bereichen des Lichtes nur sehr schwach, so daß es zwangsläufig bei längerer Beobachtung der Sonne zu Schädigungen des Auges kommt.
An ihrer Stelle würde ich einen Optiker fragen, ob er eine Transmissionsanalyse anfertigen kann, die Ihnen zeigt, welche Filtereigenschaften das Glas im UV- und IR-Bereich zeigt. Wichtig hierbei sind die Wellenlängen zwischen 200 und 2500 nm. Eine günstige und auch von Experten empfohlene Alternative zu Filtergläsern sind sog. Mylarfolien, also metallbedampfte Plastikfolien. Hier gibt es speziell angefertigte Filterfolien für den astronomischen Einsatz zur Sonnenbeobachtung, die jedoch rel. teuer sind. Diese bekommt man z.B. bei der Firma 'Baader Planetarium' .
Die beste Entscheidung trifft man jedoch, wenn man sich eine speziell zur Sonnenfinsternis angefertigte Finsternisbrille kauft. Diese mögen zwar etwas komisch aussehen, schützen Ihr Auge jedoch vor den gefährlichen Strahlen optimal, denn eine solche Brille sitzt fest und die Sonne läßt sich in ihrer partiellen Verfinsterung sehr gut beobachten. Solche Brillen erhält man bei diversen Händlern, sicherlich bald auch bei Optikern, Fotographen usw.
Auf den Seiten des ASTRO CORNER finden Sie Anzeigen der Werbepartner, die ebenfalls solche Schutzbrillen verkaufen.
Hinweis: Versuchen Sie niemals ein Fernglas oder gar ein Teleskop vor eine Finsternisbrille, die sie tragen (oder andere geeignete Schutzfilter) zu halten. Solche Filter sind für das normale Sonnenlicht konzipiert und nicht für die gebündelte Strahlung, die aus dem Okular eines optischen Hilfmittels austritt. Filter können in diesem Fall durchbrennen.
Auf den Sonnenfinsternisseiten des ASTRO CORNER unter http://sonnenfinsternis.notrix.de finden Sie auch eine Übersicht über geeignete Sonnenfilter.
 

Tip: Nur in Schweißereibedarfsfachgeschäften (nicht in Baumärkten) erhalten Sie auf Nachfrage Schutzgläser mindestens DIN A 16, die sowohl stark abdunkeln als auch durch die gute Aluminiumbeschichtung die Wärmeeinstrahlung blockieren. Mit einem Schweißervisier haben Sie beide Hände frei und können unters Visier die Umgebung ohne Abdunklung sehen - was Stolpergefahren reduziert.

 

 

Ich persönlich mag die Brillen überhaupt nicht und benutze lieber einen selbstgebauten Filter aus echtem Schwarz-Weiß Film (mit Silber selbstverständlich !), den ich in einem großen Karton einfasse. Damit habe ich die letzten 15 Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Brillen sind dermaßen unbequem, haben z.T scharfe Kanten und die Verspiegelung ist, wie schon vorher gesagt, z.T sehr Löchrig. Außerdem können sieverrutschen, da die Pappgestelle sehr schlecht sitzen.

 

  Bitte Vorsicht, benutzen Sie auf keinen Fall schwarze Dia-Film-Reste!!! Bei der letzten SoFi am 26.02.98 habe ich damit (Gott sei Dank nur) die Videokammera ruiniert. Durch die nicht ausreichende Abschirmung von Wärmestahlung besteht höchste Gefahr für Augen und Fotoausrüstung. Zwar ist das Bild erst einwandfrei am Sucher der Videokammera zu sehen. Leider wird durch die Reduzierung des sichtbaren Lichts, die Blende der Kammera geöffnet, genauso öffnet sich auch die Pupille im Auge und läßt so mehr Wärmestrahlung als o h n e !!!!! Filter auf CCD-Chip bzw. Netzhaut !!!!! Der Beweis ist ein rosaroter Farbfleck in meiner Videokammera. Die Filterschicht aus Lack wurde einfach weggebrannt. Sicher sind nur geprüfte Filter. Verspiegelte Filter reflektieren die Wärmestrahlung und sind somit am günstigsten, selbst wenn es nur zwei lagen Rettungsfolie aus dem Verbandskasten sind. Noch ein Tip! wenn der letzte Sonnenstrahl vom Mond geschluckt wird mindestens ein Auge bis zur Totalität zuhalten, das Auge gewöhnt sich nämlich viel langsammer an die Dunkelheit als an Helligkeit. Deswegen den Diamant erst am Ende beim Wiederaustritt anschauen. Viel Spaß bei der Finsternis und unbedingt in die Schattenzone fahren, es lohnt sich absolut!!!!

 


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